Für eine Woche wurden die Jung-OLer zum jährlich stattfindenden Oster-TL eingeladen. Ca. 60 Kinder und Jugendliche aus ganz Sachsen folgten dem Ruf der Trainer. Zusätzlich kamen 15 Betreuer mit. Aus unserem Verein reisten Lieselotte, Ruth, Lisbeth, Valentin, Timm und Niklas sowie Sven als Betreuer mit. Wir trafen uns Montagmittag in einem Freizeit-Camp im tschechischen Doksy. Nach dem ersten typischen tschechischen Mittagessen (Gulasch mit Knedel) ging es auch schon zum ersten Training in den Wald. Hier erwarteten uns offene leicht belaufbare Wälder und was auf ersten Blick von der Strasse nicht erkennbar war, viele Felsformationen und Höhenmeter. Schnell teilten wir die Kinder und Jugendliche in Alters- und Leistungsklassen ein. Das erste Training war ein Score-OL. Hier gibt es keine fest vorgegebenen Routen, die von Posten zu Posten abgelaufen werden sollten, sondern die ideale Route musste selbst geplant werden, um in der vorgebenden Zeit so viele Posten wie möglich einzuholen. Sven machte sich mit den Jüngsten auf den Weg, die Posten an den Felsen zu finden. Es wurde ein fröhliches kraxeln. Da noch Ostern war, haben sich die Bahnleger etwas Besonderes ausgedacht. An einigen Postenstandorten warteten zusätzlich kleine Osterkörbchen mit süssen Überraschungen.
Der restliche Montag stand im Zeichen des Kennenlernens, Betten beziehen und Zimmer einräumen. Die Betreuer planten den nächsten Trainingstag. Ab 22:00 Uhr war theoretisch Nachtruhe.

So oder ähnlich gestalteten sich die nächsten Tage. Die Trainingsformen wechselten sich ab: Linien-OL, Partner-OL, Routenwahlen, Staffelstart, KO-Sprints, Kompass-OL. Dabei kam das Thema Freizeit nicht zu kurz neben 3 freien Nachmittagen war genug Zeit zwischen den Trainings oder nach dem Abendbrot bis zur Bettruhe. Da die Kinder immer noch genügend Power hatten, wurde das Springkissen, der Volleyballplatz oder die Tischtennisplatten gut genutzt. Auch Fahrten zum Einkaufen wurden von Kindern erbeten. Die von den Eltern mitgebenden Kronen mussten ausgegeben werden. Zwischendurch setzten die Betreuer mit den Kindern und Jugendlichen zusammen, um im Nachgang jedes Training intensiv auszuwerten. Eine interessante Zeit mit den Kindern, um deren Ausreden «äh» Erklärungen zu hören, warum einige Posten länger gesucht werden mussten. Da alle Kinder mit GPS-Trackern unterwegs waren, konnten wir sehr gut aufzeigen, was sie im Wald alles «angestellt» hatten. Für die Lernkurven ein sehr gutes Mittel.


Die Wochenhöhenpunkte waren am Samstag der interne Wettkampf-OL und die Abschluss-Staffel am Sonntag. Mit allen Startern wurde mitgefiebert und lautstark angefeuert. Hier konnten die Kinder und Jugendliche beweisen, was sie gelernt haben. Als Betreuer der Jüngsten konnte ich mir folgende Aussage mitnehmen: «Vor einer Woche hätten wir es uns nicht getraut diese Route quer durch den Wald zu nehmen!». Mein Fazit: Die Woche hat sich gelohnt.
Sprintwettkämpfe sind oftmals Ereignisse, bei denen Orientierungsläufer nicht im Wald unterwegs sind. Dabei steigt sofort die Sichtbarkeit und führt zu Fragen bei Unwissenden. So ging es uns auch bei der diesjährigen Landesmeisterschaft im OL Sprint. Der Post SV Dresden hatte dazu nach Meißen eingeladen und schon der Weg zum Wettkampfzentrum auf dem Gelände des Landesgymasiums St. Afra löste unter Anwohner erstaunen aus: "Ist denn heute Wandertag?". Das könnten wir schmunzelnd aufklären.
Die Strecken führten uns durch die malerische Meißener Altstadt und auf die Albrechtsburg. Dabei mussten alle neben den teilweise gut versteckten Posten auch auf Fahrzeuge, Passanten und Pferdekutschen acht geben. Das Ziel war jeweils im WKZ gelegen, welches oberhalb der Altstadt lag, ebenso wie die Burg. Dadurch gab es anspruchsvolle Strecken mit vielen Treppen, Kopfsteinpflaster und Anstiegen zu bewältigen. Das Wetter meinte es gut mit uns, bei frühlingshaften Bedingungen konnte die Pause zwischen den beiden Läufen gut zum Verweilen im WKZ - es wurde tolles Mittagessen angeboten - genutzt werden.
Durch die Hektik, die bei Sprintwettkämpfen entsteht, ist die Fehlerquote etwas höher. Auch unsere Starter blieben davon nicht verschont. Aber es gab Podestplätze zu bejubeln:
Lisbeth Ullrich D12 2. Platz
Niklas Lemke H12 2. Platz
Valentin Brill H18 3. Platz
Darüber hinaus gab es weitere achtbare Platzierungen knapp außerhalb der Medaillenränge sowie sehr gute Ergebnisse in einzelnen Läufen. Hervorheben möchten wir auch die Wettkampfpremiere von Constantin Lerche, der sich kurzfristig zu einer Teilnahme entschlossen hat und dabei beide Läufe in die Wertung gebracht hat. Es war ein schöner Wettkampftag, wir danken für die tolle Organisation.
Familie Ullrich (Weitere Fotos in der Bildergalerie)

Am Sonntag, dem 12.4.2026, nahmen drei `Fuß-OLer` des OL Görlitz die Gelegenheit wahr, in unserem Hauswald am Berzdorfer See an einem Fahrrad OL – MTB-O teilzunehmen. Der MTB-O wurde von den Mountainbikern des SV Sonnenland, Wehrsdorf und Zittau organisiert. Die Grundkarte wurde vom OL Görlitz zur Verfügung gestellt und auf die Bedürfnisse des MTB-O von Daniel Härtelt (SV Sonnenland) angepasst bzw. aktualisiert.
Von den verschiedenen Spielarten des Orientierungssports ist der, der mit dem Fahrrad ausgetragen wird, sicherlich der Schnellste. Grundsätzlich ist beim MTB-O das Fahren nur auf den in der Karte eingezeichneten Wegen erlaubt. Die Kartensignaturen der Wege sind so gemacht, dass der Sportler die Geschwindigkeit, mit der sie befahren werden können, erkennen kann. Die Postenstandorte befinden sich an den Wegen, die befahren werden dürfen. Daraus folgt, dass die Techniken des Fuß-OL beim MTB-O nur wenig zur Anwendung kommen. Feinorientierung, attack point, Auffanglinie, Leitlinie usw. sind hier wenig gefragt. Vielmehr ist es wichtig, aus der Karte die optimale Route auf den eingezeichneten Wegen und Pfaden zu finden. Heißt, die Entfernungen unter Berücksichtigung der Befahrbarkeit der Wege und der Höhenlinien sind richtig zu lesen.
Da man die Hände zum Radfahren braucht, wird die Karte beim MTB-O in einen Kartenhalter am Lenker geklemmt. Dort findet auch der Kompass seinen Platz. Dabei muss man aufpassen, dass dieser nicht vom Metall der Lenkkopflager abgelenkt wird. Eine Postenbeschreibung gibt es nicht. Die Postenstandorte sind offensichtlich und immer am Wegesrand. Die Postencode findet man auf der Karte neben dem Postenstandort.
Die drei Oler aus Görlitz traten in Ihrem ersten MTB-O in der Klasse Offen Lang an. Diese war mit knapp 10 km Luftlinie und 230 hm angegeben. Die Optimalroute war mit rund 17 km beziffert. Auf dieser Strecke waren 10 Posten einzusammeln. Sie erreichten die Plätze 4 (Philipp), 2 (Markus) und 1 (Jörg).
Den Dreien hat es Spaß gemacht und die Motivation einen weiteren MTB-O mitzumachen ist da. (A: Jörg)

Zum 01.04.2026 beendeten wir die Hallen-Wintersaison mit einem sehr überraschenden Training.
Die erste Überraschung war, dass wir Oler ausnahmsweise die sehr schöne und moderne Sporthalle am Windmühlenweg nutzen durften.
Die zweite Überraschung war der eben mal von Dani angesetzte Lauftest im Gelände. Alle OLer bewältigten die Strecken (1, 2 oder 3 km) prima, hervorzuheben ist da aber unser Leo, der nach 2 km meinte, er laufe eben mal die 3.000m (und das in einer sehr guten Zeit).
Die dritte Überraschung gab es dann in der Halle – die für das Training verantwortlichen Lieselotte und Loreen hatten eines feine österliches Staffelspiel vorbereitet, so dass nach der für einige doch „harten“ Überraschung Nummer 2 nun der Spaß im Vordergrund stand.
Wir wünschen allen ein schönes Osterfest und unseren Sachsen-Kadern ein tolles Oster-Trainingslager in Tschechien. (A: Dani)
Bei den Zwergen im KiEZ
Der Frühling erwacht und die Orientierungsläufer drängt es in die freie Natur. Die ersten Wettkämpfe warten. Dafür wollen wir uns und unsere Kinder gut vorbereiten. Im Wintertraining legten wir wichtige Grundsteine. Den ersten Anlauf machten wir bereits am 28.02. mit dem von Harald organisierten Orientierungslauf im Lauschken.
Am Wochenende vom 20. bis 22.03. ging es rund im und ums Querxenland in Seifhennersdorf richtig zur Sache. Fast 100 Teilnehmer haben sich angemeldet. Allein ca. 40 kamen aus unserem Verein. Vereine aus Dresden und weitere Gäste stellten die weiteren Teilnehmer. Aber auch Tagesgäste vom OL Wehrsdorf nutzten die Gelegenheit wieder fit mit der Karte zu werden.
Am Freitag starteten wir vor dem Abendbrot mit einem Sprint im und um den KiEZ. Dieser wurde von Harry Männel vom OL Wehrsdorf veranstaltet. Nach der Stärkung am Buffet kamen wir alle zur einer Eröffnungsrunde zusammen. Anschliessend planten die Trainer die Feinheiten für den Samstag. Malte hatte ein Training mit 5 Stationen für den Vormittag und Nachmittag erarbeitet. Dabei gings um Kompass-OL, Orientieren mit reduzierten Karten, Linien-OL, Arbeiten mit Postenbeschreibungen und Wählen der verschiedenen Routen.
Die Angebote der 5 Stationen wurden am Vormittag und am Nachmittag rege angenommen. Ein Regenschauer ließ das Training am Nachmittag pünktlich beenden. Fast alle konnten sich rechtzeitig ins Trockene retten. Vor dem Abendbrot bot Dani noch ein Fitnessprogramm mit Dehnen und Koordinationsübungen an. Recht Viele nahmen die Chance wahr, sich für die nächsten Läufe wieder fit zu machen.